Posaunenchor Berge
Evangelische Emmaus-Gemeinde Hamm

Posaunen­chor Berge

Seit 1895 musizieren wir zur Ehre Gottes in Berge – im Gottesdienst, in unserer Konzertreihe „MusikGeschichten“ und bei anderen Gelegenheiten.

Gruppenfoto des Posaunenchors Berge 2025 in der Kirche
130Jahre
Seit 1895einer der ältesten Chöre im Kirchenkreis Hamm
Montags 19:30Probe bis 21:00 Uhr
Martin-Luther-HausOstdorfstraße 2, Hamm-Berge
KostenlosLeihinstrument für den Anfang
Über uns

Blech mit Tradition

Der Posaunenchor Berge wurde im Jahre 1895 gegründet und gehört damit zu den ältesten Posaunenchören im Kirchenkreis Hamm.

Die Begleitung der Gottesdienste in der Emmaus-Gemeinde Hamm, vor allem in der Evangelischen Kirche Berge, ist Schwerpunkt unserer Arbeit. Aber wir spielen auch auf dem Martinszug oder in unserer selbst gestalteten Konzertreihe „MusikGeschichten“.

Gottesdienste

Musikalische Begleitung in der Emmaus-Gemeinde, vor allem in der Kirche Berge.

Martinszug & Co.

Musik auch bei anderen Veranstaltungen im Ort.

MusikGeschichten

Unsere selbst gestaltete Konzertreihe mit besonderen Programmen.

11 Mitglieder

Frauen und Männer jeden Alters musizieren gemeinsam.

Für jeden offen

Alter, Geschlecht und Konfession spielen keine Rolle.

Von Bach bis Pop

Choräle, Barock, Klassik, Gospel, Swing und Pop.

Termine

Hier spielen wir

Alle anstehenden Gottesdienste, Auftritte und Veranstaltungen – direkt aus unserem Terminkalender.

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Öffentliche Termine aus unserem Terminkalender. Mit „+ Kalender“ lässt sich ein Termin in den eigenen Kalender übernehmen.
Chronik

130 Jahre Geschichte

Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Zeit, Krieg, Wiederaufbau, Wiedervereinigung, Pandemie – der Chor ist immer noch da.

1895–1918Die Anfänge

1895

Die Gründung

Am 7. Juli 1895 wird die Gründung des Berger Posaunenchores im Protokoll der Ortsgruppe des Evangelischen Bundes festgehalten. Unter der Leitung von Dorflehrer Wulf probten die Landwirte Heinrich Nott auf dem Feldhof, Heinrich Poth und Karl Knäpper, der Schmiedemeister Ernst Kieserling, die Fabrikarbeiter Heinrich Ossenkämper, Heinrich Langkamp, Dietrich Rogge und Heinrich Garnkäufer sowie der Weichensteller Carl Weyer in der Ostdorfschule.

Die Grundausstattung: 5 Flügelhörner (je 28 Mark), 2 Tenorhörner (je 40 Mark), 1 Bariton (46 Mark), 1 Bombardon (100 Mark) und eine Stimmgabel (50 Pfennig).

Gründungsprotokoll vom 7. Juli 1895
Gründungsprotokoll
1899

Die erste Krise

Dirigent Wulf wirft den Taktstock hin – der Chor verstummte! Doch Hausvater Raupach vom Friedrich-Wilhelm-Stift in Hamm und Chormitglied Nebel übernehmen kommissarisch die Leitung. Die Proben finden nun in der Gaststätte Sütau (später Deutsches Eck/Weber/Drees) statt.

1903

Versöhnung

Die Unstimmigkeiten konnten ausgeräumt werden und Lehrer Wulf übernimmt wieder das Dirigat.

Posaunenchor Berge um 1900
Um 1900
1913

Eigener Probenraum

Die alte Pfarrscheune im Ostdorf wird zum Gemeindehaus umgebaut – und der Posaunenchor hat endlich einen eigenen Probenraum!

1914–
1918

Erster Weltkrieg

Viele Mitglieder werden eingezogen, der Chor muss pausieren. Glücklicherweise kommen alle zurück – es sind keine Gefallenen im Chor zu beklagen.

Posaunenchor Berge um 1910
Um 1910

1919–1954Die Ära Siebold

1919

Der „Posaunengeneral“ kommt nach Berge

Pfarrer Hans Siebold wird Pfarrer in Berge – zur Einführung erscheint ein besonderer Star-Gast: Johannes Kuhlo, der „Posaunengeneral“ – Siebolds Onkel! Siebold, von Jugend an mit dem Flügelhorn vertraut und ein versierter Bläser, übernimmt die Chorleitung. Eine Blütezeit beginnt.

1925

30-jähriges Jubiläum

1925 wird das 30-jährige Jubiläum des Posaunenchors gefeiert. In der Bildmitte: Pfarrer Siebold.

Posaunenchor Berge bei der 30-Jahr-Feier 1925
1935

40-jähriges Jubiläum

Zum 40. Jubiläum ist wieder Johannes Kuhlo zu den Feierlichkeiten in Berge. Das Foto zeigt ihn vor dem Altar der Berger Kirche.

Johannes Kuhlo vor dem Berger Altar 1935
1933–
1945

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Schwierige Jahre für Gemeinde und Posaunenchor. Das Siebold-Familienquintett konzertiert 1934 auf dem Obersalzberg und lässt sich in HJ-Uniform auf einer Fotopostkarte verewigen. Die beiden ältesten Söhne Siebolds, Hans-Eduard und Horst, fallen im Krieg.

Der „Posaunengeneral“ Johannes Kuhlo war glühender Anhänger Hitlers und überzeugt, dass dieser von Gott geschickt sei.

Auch die evangelische Kirche, auch fromme Christen, auch Posaunenchöre – sie alle waren nicht immun gegen die Verführung des NS. Die Posaunenchöre spiegelten die Zerrissenheit von Kirche und Gesellschaft im Dritten Reich wider: Es gab willfährige Mitläufer und stille Dulder, glühende Anhänger und mutige Protestierer. Auch das gehört zu unserer Geschichte.

Siebold-Familienquintett in HJ-Uniform 1934
Siebold-Familienquintett, 1934
1950er

Wiederaufbau

Die Mitglieder treffen sich im Winter 1945 wieder zu Übungen im Hause Kieserling, das ihnen einen geheizten Raum zur Verfügung stellt. Am 1. Weihnachtstag 1945 erklingen die Instrumente erstmals wieder in der Kirche.

Hans Siebold mit dem Posaunenchor Anfang der 1950er Jahre
Hans Siebold bei einem Ständchen, Anfang der 1950er

1954–1997Neue Generationen

1954

Standop übernimmt

1954 geht Siebold in den Ruhestand. Heinrich Standop, genannt „Mesterken“ (im Foto ganz rechts), übernimmt die Leitung. Mit ihm untermalt der Chor beispielsweise die festliche Einweihung der komplett renovierten und umgestalteten Kirche im Jahr 1958.

Posaunenchor Berge in den 1960er Jahren mit Heinrich Standop
1966

Eickmann wird Chorleiter

Heinrich Standop (in der Mitte sitzend) erkrankt und muss die Chorleitung abgeben. Sein Nachfolger wird Willi Eickmann (zweiter von links). Standop wird zum Ehrenchorleiter gewählt.

Posaunenchor Berge Ende der 1960er Jahre
1977

Stabübergabe an Günter Vieregge

Günter Vieregge übernimmt 1977 den Chor und prägt ihn für die nächsten 27 Jahre. Die Jugendarbeit liegt ihm besonders am Herzen.

Posaunenchor Berge am Anfang der 1980er Jahre
1985

90-jähriges Jubiläum

Am 2. Adventssonntag feiert man das 90-jährige Bestehen. Einige ehemalige Bläser bekommen wieder Lust zum Mitmachen, neue Jugendliche können gewonnen werden.

Posaunenchor Berge beim 90-jährigen Jubiläum 1985
1995

100 Jahre!

Ein großes Jubiläum: Der 100. Geburtstag wird mit einem Konzert gemeinsam mit dem Kirchenchor gefeiert. Landesposaunenwart Ulrich Dieckmann und Günter Vieregge verteilen Ehrungen.

100-jähriges Jubiläum des Posaunenchors Berge 1995
1997

Live im Radio!

Ostermontag 1997 – ein WDR-Übertragungswagen steht vor unserer Kirche! Der Berger Posaunenchor gestaltet einen Rundfunkgottesdienst mit, der landesweit ausgestrahlt wird. Als die rote Lampe anging, klapperten die Ventile vor Aufregung – aber es hat geklappt!

seit 2004Heute

2004

Stabübergabe

Günter Vieregge übergibt nach 27 Jahren den Taktstock an Matthias Frölich. Günter spielte weiter als Bläser mit, verstarb aber leider 2005 unerwartet und viel zu früh.

Posaunenchor Berge um 2005
2020

Corona-Pandemie

Kontaktverbot, Monate ohne Proben. Weihnachtsgruß über zusammengeschnittene Videos per Internet. Dann erste Versuche mit Abstand und Aerosolschutz über dem Schallbecher.

Posaunenchor online während der Corona-Pandemie 2020
2025

130 Jahre Posaunenchor Berge

Es gibt uns seit 130 Jahren. Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Zeit, Krieg, Wiederaufbau, Wiedervereinigung, Pandemie. Der Chor ist immer noch da!

Häufige Fragen

Mitmachen – aber wie?

Wer kann mitmachen?

Jeder, der Lust am gemeinsamen Musikmachen hat! Alter, Geschlecht und Konfession spielen keine Rolle. Du solltest idealerweise ein Blechblasinstrument spielen oder bereit sein, es zu lernen.

Brauche ich ein eigenes Instrument?

Nein, für den Anfang können wir dir ein Instrument zur Verfügung stellen. Später, wenn du sicher bist, dass dir das Musizieren im Posaunenchor gefällt, kannst du über ein eigenes Instrument nachdenken.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Nichts, außer ein wenig Überwindung, zur ersten Probe zu kommen! Die Mitgliedschaft im Posaunenchor ist kostenlos.

Wie oft wird geprobt?

Wir proben einmal wöchentlich montags von 19:30 bis 21:00 Uhr im Martin-Luther-Haus. Komm gerne unverbindlich zum Reinschnuppern vorbei!

Welche Instrumente werden gespielt?

In einem Posaunenchor werden verschiedene Blechblasinstrumente gespielt: zum Beispiel Trompete, Flügelhorn, Posaune, Tenorhorn, Bariton oder Tuba. Wir beraten dich gerne bei der Wahl des passenden Instruments.

Ist Posaunenchor nicht langweilig?

Ganz im Gegenteil! Hier sammelst du Erfahrungen fürs Leben, lernst neue Leute kennen, stellst dich ständig neuen Herausforderungen und kannst einem wunderbaren Hobby nachgehen: der Musik.

Was spielen wir für Musik?

So bunt wie unsere Besetzung ist auch das musikalische Programm: Neben der Choralmusik, der Kernaufgabe eines Posaunenchors, beschäftigen wir uns mit der ganzen Bandbreite der Blechbläsermusik – von barocken und klassischen Transkriptionen bis hin zu Gospel, Swing und Pop.

Kontakt

Sprich uns an

Am einfachsten: montags um 19:30 Uhr im Martin-Luther-Haus vorbeikommen.

Probenort

Martin-Luther-Haus
Ostdorfstraße 2
59069 Hamm-Berge

Chorleiter

Matthias Frölich
02381 / 540175
chef@posaunenchor-berge.de

Gemeinde

Emmaus-Gemeinde Hamm
Alte Salzstraße 6a, 59069 Hamm
02385 / 6590
ham-kg-emmaus@kirchenkreis-hamm.de
emmaus-hamm.de